Donnerstag, 7. Februar 2013

Microsoft Office bald auch für Linux?


Angeblich plant Microsoft ein Office-Paket für Linux, welches noch 2014 veröffentlicht werden soll. Das will Michael Larabel von der Website Phoronix auf der FOSDEM, einer Konferenz für Open Source, durch Entwickler von Microsoft erfahren haben. Demnach denkt der Konzern ernsthaft darüber nach, Microsoft-Office bis 2014 komplett für Linux zu portieren. Dies wäre ein großer Schritt, denn Microsoft und Linux sind traditionell Kontrahenten. Linux steht für offene Software und freie Lizenzen, Microsoft macht mit seinem Windows-Monopol Milliardengewinne.

Microsoft Office
Es ist also erstaunlich, dass Microsoft überhaupt plant, Software für Linux zu entwickeln; Office wäre nach Skype erst die zweite Anwendung. Während Skype kostenlos nutzbar ist, wird Microsoft für Office sicherlich Geld verlangen, da es eine wichtige Einnahmequelle des Unternehmens ist.

Microsoft glaubt offenbar, dass auch mit Linux-Nutzern gute Geschäfte gemacht werden können. Denn die Beliebtheit des freien Betriebsystems nimmt zu, was z.B. dadurch gefördert wird, dass auch Spieleentwickler die Plattform langsam entdecken. So wurde bereits die Spieleplattform Steam für Linux portiert.
Zudem soll Microsoft ja gerade auch an einer Office-App für Android und iOS arbeiten. Android basiert auch auf Linux, somit wäre der Aufwand einer Portierung geringer, wenn die Android App erst einmal entwickelt wurde. Außerdem könnte Microsoft Office so mit geringem Aufwand an eine andere Plattform anpassen und noch mehr Geld verdienen.

Trotzdem ist fragwürdig, ob sich kostenpflichtige Programme für Linux überhaupt lohnen und Anklang bei der Community finden werden. Denn bei Linux werden meistens kostenlose Alternativen wie OpenOffice oder LibreOffice genutzt. Außerdem ist Anteil von PCs mit Linux mit nur einem Prozent sehr gering.

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